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Leben mit MS

Kontroll-MRT November 2018

Die Ergebnisse von der Verlaufskontrolle sind da:

Nach meinem 1. Termin bei der neuen Neurologin fuhr ich letzte Woche ein paar Tage später erneut die rund 50km in die Stadt L. – diesmal zum MRT. Alle sechs Monate steht bei mir ja eine Verlaufskontrolle an.

Die Radiologie-Praxis befindet sich nicht im Ärztehaus, sondern in einem Industriegebiet am anderen Ende der Stadt. Die lange Warterei nervte etwas, die Menschen waren aber sehr nett.

Als ich das letzte Mal zum MRT hier war, konnte ich ja während des MRTs sogar eine Folge von den Simpsons sehen. 😀 Diesmal wurde leider nur ein ziemlich langweiliger „Film“ Marke Bildschirmschoner abgespult, der irgendwelche animierten Meerestiere zeigte und sich alle 5 Minuten wiederholte. So ein MRT dauert ja eine Weile, ich konnte die Handlung also bald auswendig. Naja, Luxusproblem.

Das MRT an sich ist keine große Sache. Vorher muss ich aber halt meine ganzen Piercings rausfriemeln. Beim Nostril und den Ohrsteckern ist das kein Problem. In der Lippe hatte ich allerdings bislang ein Labret mit einer Klemmkugel, die ich leider nicht selber wieder reinbekomme. Da fehlt mir die Feinmotorik und vor allem eine dicke Portion Geduld. 😀
Daher geht es im Anschluss an die MRT-Termine immer direkt zum Piercer, um das Ding wieder einzusetzen. Diesmal hat die Piercerin, die mich ja regelmäßiger sieht, mir ein neues Labret-Modell empfohlen… sieht genauso aus wie das andere, aber statt einer Klemmkugel kann man es aufbiegen. Ich bin mal sehr gespannt, ob ich das wieder zu bekomme. Wollte es jetzt gar nicht ausprobieren, um es nicht direkt kaputt zu machen. 😀

Vor ein paar Tagen hatte ich dann einen Telefontermin mit der Neurologin, um die Ergebnisse zu erfahren. Natürlich war ich mal wieder unglaublich nervös und hatte Magenschmerzen. Zwar hatte ich in den letzten Monaten keine größeren Probleme gehabt, aber doch so ein paar kleinere Zipperlein mit Taubheitsgefühlen und so weiter. Würde das im MRT auftauchen, Anzeichen für einen Schub sein? Was bedeuten würde, dass ich doch eine Basistherapie beginnen sollte… und die MS damit in meinem Alltag deutlich präsenter wäre. Mal ganz abgesehen davon, dass das meine Angst vor einem neuerlichen Schub befeuern würde-

Nun ja. Langer Rede kurzer Sinn: es ist alles gut! =)

Das bekam ich dann mit dem Arztbrief mittlerweile auch noch schriftlich – „unveränderte Darstellung der gliösen Marklagerveränderungen“. Yeah! 🙂

Übrigens wirkte die Neurologin auch am Telefon so unfreundlich, dass ich mich trotz der guten Neuigkeiten irgendwie mies fühlte.
Und dass im Arztbrief steht, ich hätte eine intravenöse Kontrastmittelgabe abgelehnt (!), ist so auch einfach nicht wahr. Der Vorgängerneurologe hatte mir im letzten Termin gesagt, dass kein Kontrastmittel notwendig sei, solange kein akuter Verdacht auf einen neuen Schub bestehe. Im Gespräch mit der neuen Neurologin war das gar kein Thema. Daher hatte ich, als ich in der Radiologie gefragt wurde, ob mit oder ohne Kontrastmittel, halt „ohne“ gesagt… was für mich etwas anderes als eine Ablehnung ist… wtf.

Alles in allem fühle ich mich bei der Dame nicht gut aufgehoben. Aber soll ich jetzt schon wieder weitersuchen…?

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