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Leben mit MS

Fußheber­parese & Physio

Es ist mal wieder Zeit für ein Update, was sich bei mir in Sachen MS so tut:

Diese Woche hatte ich einen Termin bei meiner Hausärztin. Die Dame ist großartig, sie kann nämlich Blockierungen im Rücken lösen. Damit bin ich regelmäßig alle paar Monate bei ihr und es ist jedesmal ein so tolles Gefühl, plötzlich wieder gerade und schmerzfrei zu sein. 😀

Nach dem Beheben der aktuellen Blockierung, die mich schon ein paar Wochen lang genervt hatte und die trotz aller Verrenkungen partout nicht wegging, kamen wir auch darauf zu sprechen, dass ich seit längerem Probleme mit dem linken Bein habe. Zugegeben – wie ich halt so bin, habe ich das ziemlich lange zu ignorieren versucht. Aber ich merke halt einfach immer öfter, dass mir in dem Bein vorzeitig die Kraft ausgeht und es nicht so tut, wie es soll. Und dann laufe ich schief und meine ewigen Rückenschmerzen bekommen neues Futter.

Es hat mich einen Batzen Überwindung gekostet, das Thema anzusprechen… aber hey, das ist auch ein Teil der Selbstfürsorge. Um Hilfe zu bitten, wenn etwas nicht von alleine besser wird. Es fällt mir nicht leicht, weil ich die Dinge eigentlich am liebsten mit mir selber ausmache (oder ignoriere). Aber auch ein Sturkopf wie ich erkennt bisweilen, wenn er damit in einer Sackgasse landet… also Augen zu und durch. 😀

Nach einem kleinen Test diagnostizierte mir die Ärztin eine Fußheberparese. Hrmpf. 😒 Ich weiß, dass das definitiv noch funktioniert hat, als ich im November 2018 bei der unfreundlichen Neurologin war. Da musste ich nämlich auch einmal auf Zehenspitzen und einmal auf den Fersen durch das Behandlungszimmer laufen und damals ging das 1a. Das Herumeiern fing irgendwann im Sommer 2019 an und seitdem ist es abhängig von Belastung und Tagesform.

Naja. Langer Rede kurzer Sinn, ich soll mit meinem Neurologen klären, was sich in Sachen Orthesen machen lässt und habe fürs erste Physiotherapie verschrieben bekommen.

Wie funktioniert das mit der Physio?

Von meiner Hausärztin bekam ich ein Rezept ausgestellt bzw. eine sogenannte Heilmittelverordnung. Darauf wurde die Multiple Sklerose als Diagnose vermerkt sowie die Verordnung selber: 10 Einheiten „KG-ZNS“, sprich neurologische Krankengymnastik.

Ich suchte mir eine Praxis im Nachbarort heraus und hatte Glück, den ersten Termin sogar noch in der gleichen Woche zu bekommen. Die anderen Einheiten wurden auch direkt vereinbart.

Auf einem separaten Zettel muss ich die Behandlung dann jeweils mit einer Unterschrift quittieren.

Vorgestern war ich zum ersten Mal in der Praxis. In Zeiten von Corona natürlich mit Mundschutz 😷 und Händedesinfizieren.

Mit 25 Minuten sind die einzelnen Termine ziemlich kurz bemessen. Gerade, wenn zu Beginn erstmal die Beschwerden geklärt werden, geht viel Zeit fürs Reden drauf. Aber obwohl es in der Praxis mehrere Behandler gibt, habe ich alle Termine beim gleichen Physiotherapeuten. Das macht die Sache auf jeden Fall einfacher, mein Mann hat das auch schon anders erlebt und musste dann jedesmal bei Adam und Eva anfangen.

Zu Beginn wurde besprochen, was ich beruflich mache, was für Sport ich treibe, welche Beschwerden ich durch die MS habe und an was davon ich hauptsächlich arbeiten möchte.

Der erste Teil der Behandlung fand im Liegen auf einer Liege statt. Stellenweise war es etwas schmerzhaft, unterm Strich aber wohltuend. Anschließend bekam ich noch einige Übungen gezeigt. Die sind jetzt meine „Hausaufgaben“, die ich fleißig wiederhole. 🙂

Ab übernächster Woche habe ich dann einmal wöchentlich einen Termin, also bis Ende Oktober. Dann steht übrigens auch endlich der Neuro-Termin an.


Hast du Erfahrungen mit Physiotherapie bei MS?

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